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Wolfgang Liebold

geboren 1926 in Langenbernsdorf, Bergstraße, Sohn von Martha und Fritz Liebold, gefallen 1944 in Großtrakenen

Wolfgang Liebold schrieb 1943 das Langenbernsdorfer Heimatlied.

1. Wenn du wanderst durch Westsachsen, wo die Industrie sich staut, kommst du auch nach Langenbernsdorf, das dein Auge froh erschaut. Schmucke Häuser, stolze Güter grüßen aus dem Tal herauf. Zwischen grünen Bäumen, Sträuchern, folgen sie des Baches Lauf.

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!

2. Drin im Dorf, dem einsam stillen, klingt schon früh der Hämmer Schlag, hörst du schon der Sägen Singen, wenn der Hann begrüßt den Tag. Sinkt am Abend dann die Sonne rot im Westen in den Wald, hörst du noch das Lied des Handwerks, wie es in die Dämm`rung schallt.

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!

3. Wenn im Frühling weißer Nebel morgens aus dem Tale steigt, ringsumher in stiller Andacht Wald und Flur ergriffen schweigt - blühen Bäume weiß und prächtig, duftend süß im Mai - grüß ich glücklich meine Heimat und bekenne stolz dabei:

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!

4. Mit dem Sommer und der Sonne, die vom Himmel strahlend lacht, kommt die Erntezeit, die Arbeit, die den Segen uns gebracht. Goldne Ähren schwer sich neigen, wenn der Wind darüber streicht. Still und fleißig ist der Bauer, der das dunkle Brot uns reicht.

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!

5. Ist die Erntezeit vorrüber, sind die Fleder kahl und leer, zieht der Herbst wohl durch die Stoppeln, pfeift der Wind darüber her. Reife Früchte an den Bäumen, die der Sturmwind kahl schon fegt, denkt der Landmann schon ans Ernten, wenn er jetzt den Samen legt.

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!

6. Nach des Jahres Müh und Arbeit, Wald- und Hügel eingesäumt, liegt im Winter unsere Heimat, wenn der Schnee fällt, tief verträumt. Wenn die Festtagsglocken läuten, Lichtschein aus den Fenstern blinkt in das Dämmern deutscher Weihnacht, hör ich leis ein Lied, das klingt:

Kehrreim: Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt, von Äckern und Wiesen eingesäumt, ringsum grüßende Hügelreihn: Du sollst für ewig meine Heimat sein!


Albert Liebold

unser Heimatdichter geboren 1891 in Langenbernsdorf, gestorben 1953 in Leipzig

Albert Liebold war der Cousin von Wolfgang Liebold.

Er schrieb folgende Bücher:

"Abseits der Wege"
(Tagebuch eines Einsamen)

"Nächte um Tiflis"
(Roman über Transkaukasien)

"Kaukasien am Kreuz"

"Das Recht auf den Tod"

"Schattenspiel der Liebe"
(Novelle in zwei Bänden)

"Die Hexe"
(Historischer Roman)

"Der Engel von Augsburg"
(Das Schicksal der Agnes Bernauer)

"Der Held im Labyrinth"
(A. Liebold erhiehlt hierfür den 1. Preis beim Romanwettbewerb des Heimatwerkes Sachsen)



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